Der Widerstands-Burnout

Dirty World

Ausschließlich gegen etwas zu agieren, hat die Corona-Opposition in eine Sackgasse geführt — was wir jetzt bräuchten, wäre ein Bewusstseinsshift.

von Carolin Otzelberger

Für viele Menschen waren die vergangenen 14 Monate emotional sehr herausfordernd. Wut, Fassungslosigkeit, Angst, Trauer und Ohnmacht in Anbetracht der Willkür, der Inkompetenz und der Falschbehauptungen von Entscheidungsträgern und Medien riefen bei vielen das Gefühl wach, „etwas dagegen tun zu müssen“.

Dabei findet der Aktionismus viele Ausdrucksformen, wie beispielsweise das Teilen rebellischer Social-Media-Posts, das Versenden von Aufklärungsartikeln oder -videos im Freundes- und Familienkreis, der Besuch von Demonstrationen oder die Einleitung rechtlicher Schritte gegen „die Maßnahmen“.

Unbestritten haben all diese Dinge einen gewissen Effekt. Aber haben sie wirklich die Kraft, das Blatt zu wenden? Treiben sie die Aktivisten über die Zeit nicht vielmehr in einen Widerstands-Burnout? Gibt es möglicherweise effektivere, ja intelligentere Möglichkeiten?

Widerstand, zumindest im politischen Sinne, hat eine lange Tradition und ist nicht zufällig sogar im…

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